Hundstage auf der SY SALU

mit Segelhund HUGO

Unser Törn 2019:

Von Bergen entlang der norwegischen Küste

zu den Lofoten und zurück.

 

15.07.2018

Eine schlaflose Nacht: Strömstad (58° 56,2´N 011° 10,2´E)

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                                                                                        Hugo erzählt:

Der Wind kommt heute aus südwestlicher Richtung. Für uns optimal um nach Norden zu segeln. Das Ziel heißt Strömstad und ist die letzte Stadt bevor wir die Grenze nach Norwegen passieren werden. Es ist unglaublich warm und unter Frauchens Obhut darf ich sogar zeitweise die Schwimmweste ausziehen und bekomme mein Kühlhalsband umgelegt. Meine Zweibeiner ziehen ihr großes Vorsegel, den Code Zero, raus und wir machen gute Fahrt. Herrchen fängt sogar eine Makrele für mich und ich freue mich auf Sushi zum Abendessen. Frischer geht es nicht.

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Der Hafen in Strömstad ist überfüllt, aber wir ergattern noch einen Platz direkt bei den Fischern. Hier gibts für mich einen fantastischen Geruch. Ich weiß gar nicht wohin ich meinen „Rüssel“ zuerst hinschieben soll.

Die überwiegenden Einnahmen von Strömstad resultieren aus dem Tourismus. Jeden Sommer besuchen mehr als 100.000 Menschen den Gasthafen und die Campingplätze. Etwa 85 % der Besucher sind Norweger, die den kurzen Weg über die Grenze nutzen. Der gewöhnliche norwegische Tourist bleibt aber nur einen Tag und nutzt die Möglichkeit, Lebensmittel, Alkohol und Tabak billiger einzukaufen. Es geht zu wie im Sommerschlussverkauf und meine Zweibeiner müssen schwer aufpassen, dass mich keiner über den Haufen rennt.

Es kommt aber noch besser!!! Wir sitzen gerade beim Abendbrot, ich mit meinem leckeren Sushi, als ohrenbetäubende Musik einsetzt.

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Der ganze Hafen wird beschallt wie im Mittelmeer vor Malle und mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt auch die Stimmung auf den Nachbarbooten und in den Bars. Dabei wurde mir von meinen Zweibeinern immer berichtet, Norweger seien zurückhaltend. Als auch noch eine Lasershow einsetzt gehen wir unter Deck und ich darf mit Frauchen kuscheln. Um Mitternacht starten wir einen Schlafversuch, aber die Bässe machen mich ganz verrückt. Um zwei Uhr wird Frauchen auch ganz schön sauer - mein Chef hat Ohrenstöpsel in den Lauschern und pennt. Um vier Uhr morgens ist es endlich still und uns fallen die Augen zu.
Die Freude ist leider nur von kurzer Dauer. Unter deutlichem Restalkohol wollen die ersten Crews ablegen und rangieren wie die Bekloppten im Hafen herum. Ein Motorboot ankert im Hafen und die Stege gleichen einer Müllhalde. Nix wie weg!!! Wir starten den Motor und fahren in eine Bucht. Ruhe, endlich Ruhe!

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Admin - 19:01 | Kommentar hinzufügen

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