Hundstage auf der SY SALU

mit Segelhund HUGO

Unser Törn 2019:

Von Bergen entlang der norwegischen Küste

zu den Lofoten und zurück.

 

15.08.2018

„Kap Horn“ (na ja - das Norwegische wenigstens ;-) )

Bereits am vergangenen Sonntag wurde das Wetter in Mandal wieder besser. Der Wind ließ nach und die Welle ebenso. Trotzdem warteten wir den Sonntag noch ab, da für den Montag Ostwind angesagt wurde. Für uns, die nach Westen unterwegs sind, ideal.

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Leider gab der Wetterbericht aber auch wieder mehr Welle für den Nachmittag an. So entschlossen wir uns (wider Willen) am Montag bereits um 04:00 Uhr!! aufzustehen, um früh auslaufen zu können, denn wir hatten mit Ziel Flekkefjord (58° 17,6´N   006° 39,6´E ) die längste Strecke bisher vor uns. Hugo musste also in aller Herrgottsfrühe überredet werden, möglichst sämtliche Geschäfte zu erledigen, denn anschließend hieß es für unseren Seehund 8 Stunden kneifen.

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An diesem Montagmorgen ist es noch ziemlich frisch, da hilft ne Tasse heißer Tee.

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Gegen 05:30 Uhr geht die Sonne auf.

Wir verliessen Mandal in der Morgendämmerung unter Motor. Als dann die Sonne langsam aufging, kam mit ihr auch der Wind. Wir setzten unseren „Code Zero“ und glitten mit bis zu 9 Knoten (OK - meistens mit 8 Knoten - was ja auch für unsere Bootsgröße super ist) dahin. Herrliches Segeln!
Nach glatten 8 Stunden hatten wir die 47 Seemeilen hinter uns. Hugo nahms gelassen und ging nach dem Anlegen erst mal in Ruhe ne Runde pieseln.

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Auf dem Weg nach Flekkefjord runden wir das Südkap Norwegens.

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Das Südkap “Kap Lindesnes” mit dem ältesten Leuchtturm Norwegens. 

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Bei der Zufahrt nach Flekkefjord begegnet uns dieses Ungetüm!

Mit Ankunft in Flekkefjord kommt man an die Südwestküste Norwegens, auch die Biskaya Norwegens genannt ( „Ok Ok! Kap Horn war vielleicht ein wenig dick aufgetragen!“). Bei den vorherrschenden Winden geht´s hier oftmals so richtig zur Sache und jeden den wir getroffen haben und der über diese Gegend erzählt hat, gab uns den heißen Tip: „ Pick Your Day!“ Fortan war zu diesem Zeitpunkt der Wetterbericht (am liebsten stündlich) meine liebste Lektüre. Als sich aber für den nächsten Tag (Dienstag) keine grundlegenden Änderungen bezüglich des Wetters ergaben war klar - morgen früh (04:00 Uhr) erneut los mit Ziel Egersund
( 58°27,2´N  005° 59,9´E ).

Das Wetter war an diesem Tag besser als vorhergesagt. Die Sonne schien. Zwar stimmte die Windrichtung nicht so ganz, aber wir konnten immerhin „dänisch kreuzen“ (mit Motor und Segel - das ergibt mehr Höhe am Wind). Die 32 Seemeilen bis Egersund hatten wir bereits gegen 11:00 Uhr im Kielwasser.

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Ansteuerung auf Egersund

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Nachdem wir bereits bei “Kap Horn” sind, können wir hiermit noch den “Ayers Rock” nachlegen ;-)

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Leinen vorbereiten zum Anlegen

Für morgen, Mittwoch (also heute, ich verzapfe gerade diese Zeilen am besagten Mittwoch) war die Vorhersage für Wind und Welle zwar immer noch moderat, allerdings würde sich der Himmel mit Wolken behängen und ab und zu einen Sprühregen ablassen. Als Biene mir dann den Vorschlag machte, doch einfach das schöne Wetter zu nutzen und nach einem kleinen Pitstop für Hugo´s Geschäfte in Egersund, einfach die letzte „Kap-Horn-Etappe“ („das gefällt mir einfach besser! - das mit dem Kap Horn“) um 13:00 Uhr fortzusetzen, hatte ich natürlich nichts dagegen.

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Landschaftlich sehr schöne Nordausfahrt aus Egersund.

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“Fast wia dahoam!”

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Bei weiterhin bestem Wetter schafften wir die 42 Seemeilen lange Strecke bis Tanganger (kurz vor Stavanger: 58°55,9´N  005° 34,6´E ) in Sieben Stunden. Eine lange Strecke mit 74 Seemeilen und ein langer Tag ging zu Ende, glücklich „Kap Horn“ so problemlos „gerundet“ zu haben („klingt einfach toll!“ - wer weiß ob mir das echte Kap Horn jemals begegnen wird - und wenn ja, bitte ebenso moderat wie an diesem Dienstag!“)

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Anfahrt auf Stavanger

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Leuchtturm Feistein - Ansteuerung Stavanger

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Ankunft am frühen Abend

Heute Morgen dann natürlich erst einmal ausschlafen. Zwei Tage Schlafmangel müssen kompensiert werden. Der Wetterbericht für heute stimmt wieder einmal perfekt. Schon auf der ersten Gassirunde mit Hugo erwischt uns der erste Sprühregenschauer - alles richtig gemacht gestern. Gegen Mittag werden die Wolken aber immer mehr kontinent, so dass wir einen Ausflug nach Stavanger mit dem Bus unternehmen:

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Die Hafenpromenade von Stavanger

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Fussgängerzone

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Die Altstadt

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Für die nächsten drei Tage ist Grottenwetter angesagt. Viel Wind, viel Welle, viel Regen. Das Programm steht. Ein gutes Buch im warmen Salon mit einem Glas Rotwein (na ja - und Buchhaltung müsste ich auch mal wieder machen - ohne Rotwein, sonst geht´s mir nachher wie dem hier: „Hab vorgestern bei vier Flaschen Wein meine Steuererklärung gemacht - ich krieg € 2,5 Millionen zurückerstattet!!!!!“

Admin - 18:17 | Kommentar hinzufügen

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