Hundstage auf der SY SALU

mit Segelhund HUGO

Unser Törn 2019:

Von Bergen entlang der norwegischen Küste

zu den Lofoten und zurück.

 

02.09.2018

BERGEN

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Auf dem Weg nach Bergen bleiben uns noch ein paar Stationen. Z.B. die gut geschützte Bucht mit dem kleinen Ort Sagvåg (59° 46,6´N  005° 23,4´E)
Nach einer kniffligen Einfahrt um eine Menge Steine herum machen wir in Sagvåg fest. Ein kleines Kaff, indem die Zeit vor 20 Jahren scheinbar stehen geblieben ist. Es sieht alles etwas heruntergekommen aus. Biene meint: „Hier sieht´s aus wie an einer amerikanischen Junction mitten in Arizona. Fehlen nur noch die herumrollenden Dornenbüsche!“

Biene und Hugo starten zu einem Waldspaziergang und bringen eine ganze Menge Brombeeren mit. Hugo´s Bauch sieht verdächtig rund aus. Auch er bringt eine Menge Brombeeren mit! Biene will daraus einen Kuchen backen. Schon bald riecht es im Schiff ganz wunderbar nach Kuchen!

„Anders“,ein Norweger, den wir bereits im Götakanal getroffen hatten und der uns dort eine Menge guter Tips für sein Heimatrevier Bergen gab, ruft mich auf meinem Handy an. Er entschuldigt sich, dass er zu unserem vage vereinbarten Treffen in Bergen zunächst nicht da sein kann, da er seiner Tochter beim Umzug nach Dänemark helfen muss. Sie wird dort demnächst ein Studium beginnen. Nachdem ich ihm erzähle, wo wir sind, gibt er mir den Tip nach Bekkjarvik (60° 00,5´N  005° 12,3´E) zu segeln. Der Ort liegt auf der Route und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bergener Yachties im Sommer. Am späten Nachmittag erreichen wir Bekkjarvik.

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Der innere Hafen ist nicht sehr voll, so dass wir einen schönen Liegeplatz an der Innenseite des Schwimmsteges bekommen. Das gefällt mir gut, denn für den kommenden Tag verrät uns der Wetterbericht viel zu viel Wind mit „Grottenwetter“. Bekkjarvik ist ein kleines Örtchen mit maritimen Ambiente und einem traditionsreichen Gasthof, den wir aus Gründen des Reisebudgets und wegen Hugo (Hunde nicht erlaubt) nicht testen.
Es gibt einen schönen Park, mit Rosen so weit das Auge reicht.

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Biene und Hugo finden auch hier wieder Unmengen von Brombeeren. Das findet Hugo super und haut sich gierig den Bauch voll. „Hugo übertreib es nicht“ ruft Biene ihm zu. „Ich habe nun mal keine Wespentaille, sondern eine Hummelhüfte und die braucht Nachschub“, erwidert Hugo.

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Als wir es uns gemeinsam am späten Nachmittag im Salon gemütlich machen fängt Hugo plötzlich an zu würgen! Na toll! „Ich glaube, deinem Hund wird schlecht“!! Schnell reißt Biene Hugo von den Polstern und die Ladung ergießt sich auf den Boden. Da sagt einer Beeren sind gesund!

Dann ist es soweit. Unser letzter Schlag nach Bergen liegt hinter uns. In Bergens Seilforening (Bergens Segelverein: 60° 15,8´N  005° 15,2´E)) machen wir die SALU fest. Früher als erwartet erreichen wir unser Saisonziel.

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Trotzdem blasen wir keinen Trübsal, sondern freuen uns auf ein paar schöne Tage in und um Bergen. Nachdem wir mit dem Hafenmeister für den Winter soweit alles klar gemacht haben, incl. Zollformalitäten für die SALU, deren Überwinterung man dort klarieren muss, machen wir uns bereits am nächsten Tag in die Stadt zu einer Besichtigung auf.

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Der „Regeneuropameister“ Bergen begrüßt uns mit schönstem Wetter. In Norwegens zweitgrößter Stadt beginnen wir unseren Bummel durch das lebhafte alte Zentrum am Fischmarkt, der alle erdenklichen Meerestiere des Atlantiks bietet (leider wird dort auch Walfleisch angeboten!). Es ist sehr voll, denn vier Kreuzfahrt- und zwei Hurtigrutenschiffe liegen im Hafen.

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Ich bin stolz auf Hugo, denn für einen kleinen Puggle meistert er die Situation ziemlich souverän. So viele leckere Gerüche und dann auch noch die ganzen Zweibeiner um ihn herum. Wir müssen ständig aufpassen, dass er nicht getreten wird. Wir besichtigen das Hanseviertel mit seinen buntgestrichenen Holzhäusern, bevor wir mit der Standseilbahn auf den Berg Fløyen fahren wollen.

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Nachdem wir die lange Schlange wartender Touristen vor der Talstation erblicken, lassen wir die Bahn links liegen und erwandern die 320 Höhenmeter.

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Auf dem Weg nach oben.

Die Mühe wird wirklich mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Hugo ist glücklich und super in Form. Auf der Anhöhe kommen wir in einen Wald mit Trollen - in dem natürlich Fotos gemacht werden.

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Nach dem Abstieg noch ein kleiner Bummel durch die Altstadt, bevor wir wieder zum Schiff zurück kehren.

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In der kommenden Woche werden wir einen schönen Tagesausflug in den Sognefjord (61° 05,2´N  005° 34,2´E) unternehmen. Der Sognefjord ist mit 200 Kilometern! Länge der zweitlängste Fjord der Erde. Mit unserer SALU dort hinein zu fahren und natürlich auch wieder hinaus würde eine endlose Motortour ergeben, da in den Fjorden entweder Flaute herrscht, oder es kommt auf Grund der hohen, steil abfallenden Felswände zu starken Fallböen, die aus dem Segeln nicht wirklich ein Vergnügen machen. Wir hoffen auf einen guten Tag - der Wetterbericht verspricht es zumindest - und auf tolle Fotos …..

PS: … und dann war da noch das Jetski-Rennen von Hjellestad:

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Mit anschließender Siegerehrung natürlich ;-) !

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Admin - 16:23 | Kommentar hinzufügen

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