Hundstage auf der SY SALU

mit Segelhund HUGO

Unser Törn 2019:

Von Bergen entlang der norwegischen Küste

zu den Lofoten und zurück.

 

17.07.2018

Die “Austernbucht”

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Nach der vorausgegangenen schlechten Nacht, auf Grund des Trubels im Hafen bis 04:00 Uhr morgens, schliefen wir in der Nacht wie die Steine und wachen am Morgen gut erholt auf. Wie jeden Morgen, sofern möglich, nehmen wir ein erfrischendes Bad im Meer, das weckt die Lebensgeister. Nach dem Frühstück und vor dem Ankerauf, drehen wir mit Hugo unsere letzte schwedische Gassirunde. Schon beim Landfall mit dem Dingi ist klar, in der Bucht wimmelt es nur so vor Austern.

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Dem einen oder anderen wird jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen, aber wir stehen überhaupt nicht auf diese Konsistenz. Einige Austern müssen für ein Beweisfoto herhalten, bevor wir sie wieder dem Meer übergeben.

Anker auf und ab Richtung Norwegen. Mittags überqueren wir die schwedisch-norwegische Grenze.

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“Patroulienboot der norwegischen Küstenwache”.

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Flaggentausch

Jetzt sind wir bereits im Oslofjord. Unser Boot liegt wieder in der Bucht von Slevikkilen (59° 11,6´N  010° 48,1´E). Fredrikstad haben wir liegen gelassen. Göteborg ist noch nicht so lange her und schließlich werden wir bald in Oslo sein - man muss sich nicht jede große City ansehen. Die kleineren Orte und die Buchten inmitten herrlicher Natur sind uns lieber.

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                                                                                         Hugo erzählt:

„Man muss froh sein, wenn nicht mehr passiert“

Heute ist nicht so Frauchens Tag. Voller Vorfreude auf ihr morgendliches Bad will sie die drei Holzstufen aus dem Salon an Deck sprinten, rutscht aus und knallt mit dem Schienbein voll auf die Kante der obersten Stufe unseres Niedergangs. Nach der bereits entstandenen Schwellung zu urteilen, gibt das in den nächsten Tagen ein etwas größeres, blaues Ereignis.

Es soll ein leckeres Frühstück geben und sie backt Semmeln (Brötchen auf Preißisch). Beim Kontrollieren des Bräunungsgrades verbrennt sie sich an ihrem neuen Omnia-Topf am Unterarm. Durch das abrupte Zurückziehen, stößt sie die Schüssel mit den Rühreiern um und das ganze Eizeug läuft durch die letzte Ritze bis in den Kühlschrank.
Frauchen und ich werden an Deck geschickt und Herrchen beendet die Essensvorbereitungen.

Nach dem Frühstück ist er ganz besorgt um sie und sagt: „Bevor du dich noch umbringst, gehst du jetzt mit Hugo Gassi und ich räume die Schweinerei auf und mache klar Schiff.“ Gesagt - getan. Nach einem schönen Waldspaziergang geht die Segeltour weiter. Frauchen holt den Anker hoch und bleibt mit dem Oberschenkel am Verschluss des Ankerkastens hängen. Jetzt fehlt ihr da ein Stückchen Pelle.

Zum Glück ist dies ihr letztes Missgeschick heute und sie kann mir endlich wieder ihre ganze Aufmerksamkeit schenken.

Beim Segeln ist Bratkurs angesagt. Der Wind kommt von hinten, nimmt den Fahrtwind weg und lässt uns kein laues Lüftchen übrig. Bei 30°C läuft uns die Soße durch den Pelz. Da muss sie sich schon einiges einfallen lassen um mich bei Laune zu halten, Kühlhalsband, ein feuchtes Tuch, einen Sonnenschirm, kühle Apfelstückchen, Streicheleinheiten und ein Stück getrocknete Lunge.

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Gegen Abend erreichen wir Son (59° 31,4´N  010° 41,0´E), gehen längsseits an den Steg und springen ins Wasser (na gut, meine Zweibeiner springen - für mich ist das ja eher nix).

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Admin - 20:09 | Kommentar hinzufügen