Hundstage auf der SY SALU

mit Segelhund HUGO

Unser Törn 2019:

Von Bergen entlang der norwegischen Küste

zu den Lofoten und zurück.

 

19.07.2018

Ich habe das beste Hundeherrchen der Welt - „na klar“! (kleine Anmerkung des Herrchens).

IMG_0483.jpg
                                                                                         Hugo erzählt:

Der Wind kommt heute aus Norden und genau dort wollen wir hin - weil Oslo dort liegt. Gegen den Wind kann man aber nicht segeln - „das hab ich schon mal erklärt! - pass halt auf!!!“. Wir hätten gegen Wind und Welle den Motor benützen müssen und dazu haben wir keine Lust. So verbringen wir den Tag im schönen Hafen des kleinen Örtchens „Son“. Wieder ist es ein heißer Tag. Frauchen möchte einen Käsekuchen mit Blaubeeren in ihrem kleinen, neuen! Omnia-Ofen backen. Ich stehe ihr treu zur Seite - schließlich muss ja jemand aufräumen wenn etwas ´runter fällt.

Son1.jpg
Die Chefin backt, der Chef macht Buchhaltung.

Plötzlich ruft Herrchen: „Hugo, lass uns mit dem Dingi zum Angeln fahren“. Nichts lieber als das - ich liebe Dingi fahren. Schwimmweste an und los geht´s. Meine Chefin glaubt nicht so recht an unseren Angelerfolg. Nachdem sie ihren Käsekuchen fertig hat, backt sie zusätzlich noch ein Brot in ihrem neuen! Omnia-Ofen und bereitet ein Alternativessen vor. So ganz schlecht ist die Idee nicht, wie sich im Nachhinein herausstellt.

Son11.jpg
Son12.jpg
Son13.jpg

Erhitzt von unserem Angelabenteuer gehe ich mit Herrchen Gassi. Wir nehmen auch meinen heißgeliebten Tennisball mit, den ich schon so richtig schön weich gekaut und eingesabbert habe.

Son2.jpg

An einer schönen Badestelle wirft mein Chef das Balli ins Wasser und ich bringe ihn immer wieder voller Elan zurück. Bis plötzlich mein Balli unter geht! Ich schwimme zu der Stelle, finde ihn nicht, quietsche, schwimme ans Ufer zurück und bin ganz außer mir. Mein Balli ist weg! Ich kann es gar nicht glauben!
Leute, was glaubt ihr macht mein Herrchen? Er zieht seine Schuhe aus, die Sonnenbrille und sein T-Shirt und geht mit seiner Shorts ins Wasser. Taucht unter und holt mir meinen Balli zurück! Ich find´s toll und die Leute am Steg auch - die haben irgendwie Freude dabei.
Als wir zum Boot zurück kommen ist meine Chefin leicht irritiert, denn wir triefen beide vor uns hin. Für seinen selbstlosen Einsatz bekommt Herrchen sofort ein dickes Stück Kuchen und ich eine Gurgel - lecker!!

Son3.jpg
Son6.jpg
Son7.jpg
Son8.jpg
Son9.jpg
Son10.jpg

Nach einer karibisch warmen Nacht im Hafen von Son zieht mich mein Frauchen für den Morgenspaziergang mit meinem Chef an. Er steht bereits an Deck, als eine norwegische Schönheit mit frischen Brötchen den Steg entlang läuft und diese zum Verkauf anbietet. Der Chef kann die Augen gar nicht von ihr abwenden ( „na so schön war sie auch wieder nicht“! Anmerkung des Hundechefs), kauft ihr welche ab und legt sie auf den Salontisch um mit der Schönen die Zahlungsmodalitäten abzuwickeln und ein bisschen Small-Talk zu halten. Diese Gelegenheit lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Vorsichtig und leise steige ich mit den Vorderpfoten auf den Tisch und „Happs“! ist der erste Boller weg. Blöd nur, dass er mich bei meinem zweiten Angriff erwischt! Irgendwie vernehme ich noch Worte wie: „Ich glaube du spinnst! Jetzt hakt es aber….“! Meine Chefin fand´s lustig, die hat´s fast zerrissen vor lachen.

Laut Wetterbericht soll der Wind morgen auf Süd drehen. Deshalb bleiben wir heute noch in Son.

Für heute Abend haben wir noch eine Einladung bei Roman und Anne-Grete. Die beiden liegen nur ein paar Meter von uns mit Ihrer 49er Jeaneau entfernt. Roman ist Schwabinger ( Münchner) und Anne-Grete ist Norwegerin. Er ist schon seit über 15 Jahren hier in Norwegen und arbeitete im Ölgeschäft. Er kennt die Region wie seine Westentasche und gibt meinem Chef einige Reviertips, die er immer gerne annimmt.
Anne-Grete arbeitet als eine Art Steuerberaterin, sie macht die Einkommensteuererklärungen für ihre norwegische Kundschaft. Die beiden leben den Sommer über auf ihrem Boot und haben für die kommenden Jahre einiges vor, darunter auch eine Atlantiküberquerung in die Karibik, wo Roman einer Freundin helfen will eine Marina auf Antigua zu etablieren. Wir drücken dabei die Pfoten!
Roman kocht ein köstliches Thaicurry mit Hünchen. Mein Chef hat gesagt es sei lecker gewesen - mir haben sie natürlich mal wieder nichts abgegeben! Dafür hat mir Roman eine Tüte Leckerchen gekauft - der Typ ist echt in Ordnung!

Als es für mich nichts mehr zu futtern gibt, wird´s ein bisschen langweilig. Ich lege mich unter den Salontisch und die Party darüber geht munter weiter. Prosecco, Chablis, guter, alter Whisky wir gereicht - die Stimmung wird immer besser. Es wird gefachsimpelt: Elektrowinsch, Winterlager im Wasser oder außerhalb, Wharram-Katamarane auf den Phillipinen - dazu wird dann auch noch ein Fachmann aus Österreich per Videoanruf dazugeschaltet …. - der findet die Stimmung so ansteckend, dass er sich auch erst einmal einen Whisky einschenkt.
Anne-Grete muss morgen wieder arbeiten und verabschiedet sich ins Bett. Ich gehe mit meiner Chefin auch schon mal in meine eigene Koje. Mein Chef bleibt noch ein „bisschen“ bei Roman - jetzt können sie endlich wieder „boarisch ren“ - die ganze Zeit haben sie Englisch gequatscht (Anne-Grete zu liebe) - das versteh ich nicht so gut. Wie auch - das hatten wir in der Hundeschule nicht!
Gegen 01:00 Uhr poltert mein Chef zurück auf die SALU. Gute Gelegenheit für mich noch einmal mit ihm pieseln zu gehen - wer weiß wie lange der morgen in den Federn liegen wird!

Na dann gute Nacht!    zzzzzzzzzrrrrrchhhhhrrrrchhhrrrr!!!!!!!!!!!!!

Admin - 20:56 | Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.